E-Bike Online – Online Plattform unterstützt Wartung

E-Bike Online - Online Plattform unterstützt Wartung

Mit den technischen Möglichkeiten von Internet-of-Things und Cloud sind komplexe und innovative Lösungen zu realisieren. Daten und Informationen zu einem physischen Produkt sind so in allen Phasen des Lebenszyklus vorhanden.

Herausforderungen

Mit dem Boom der „E-Bikes“ oder „Pedelecs“ entwickelt sich das Fahrrad plötzlich von einem simplen, für jedermann verständlichen und reparablen Alltagsgerät zu einem komplexen Elektronikartikel. Entsprechend verändert sich das Nutzungsverhalten der Radfahrer, der Wartungsaufwand für die Räder sowie die Anforderungen an Werkstätten und Technik.
Für die Hersteller gilt es nicht nur die vermehrt elektronischen Komponenten am Rad zu vernetzen, sondern auch darum, das Nutzungsverhalten und technische Probleme im Alltag der Besitzer zu erfahren, um entsprechende Verbesserungen umzusetzen. Der Kunde möchte dabei, so die Prämisse, auch weiterhin einfach nur Rad fahren.

Vorgehen

Für die Vernetzung der Komponenten am E-Bike kommt ein klassischer CAN-Bus zum Einsatz. Für den Kunden, ein namhafter Automobilzulieferer, keine Hürde. Das heterogene Umfeld der Fahrradhändler und Werkstätten veranlasste den Kunden jedoch zu einem neuen Konzept des Wartungsmanagements. Die Wartungsinformationen zum Fahrradtyp sowie zu Updates sollte ohne große vertragliche und technische Hürden zugänglich sein. Gleichzeitig kann der Hersteller durch abgelegte Fehlerprotokolle gezielt an Verbesserungen arbeiten und den Kundennutzen erhöhen.
Neben dem Portal entwickelte SWMS die Schnittstelle zum CAN-Bus, welche für Benutzer und Werkstätten nach Anmeldung kostenlos herunterzuladen ist.

Ergebnis

Der Hersteller ist mit seinem Online-Portal nicht nur auf Höhe der Zeit, er ist darüber hinaus für die Entwicklungen der nächsten Jahre vorbereitet. Hierzu trägt nicht einfach nur die Vernetzung von Komponenten und Plattform bei, sondern auch das Backbone: Die Microsoft Azure Cloud gewährleistet nicht nur höchste Verfügbarkeit und Datensicherheit, sie erspart dem Hersteller darüber hinaus die Anschaffung teurer Hardware und damit Aufwand für Administration. Dem Kostenaspekt kam auch die Skalierbarkeit entgegen – die Kapazität der Azure Cloud wächst mit der abgeforderten Leistung.

“Der Herausforderung, ein physisches Produkt mit einzelnen Komponenten zu vernetzen und quasi als “Digital Twin” in der Cloud abzubilden, nahmen wir uns gerne an. Für unseren Kunden haben wir so eine moderne und zukunftsfähige Lösung entwickelt”, Ingo Schlalos, Projektleiter SWMS.